Wie zeigen sich agnostische Haltungen im Christentum?

Agnostiker im Christentum

Agnostizismus ist eine spezielle philosophische Haltung, die davon ausgeht, dass die Frage nach der Existenz Gottes derzeit nicht geklärt ist und womöglich sogar generell nicht durch menschliche Erkenntnisse zu klären ist.

Die Wurzeln des Agnostizismus

Die Wurzeln des Agnostizismus liegen bereits in der Antike und in noch älteren Epochen. So finden sich Hinweise auf agnostizistische Haltungen beispielsweise im Rigveda, einer der wichtigsten zentralen Schriften des Hinduismus, welches in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrtausends vor Christus entstand; bei Laotse, einem chinesischen Philosophen des 6. Jahrhunderts vor Christus sowie bei den Sophisten im antiken Griechenland. Besonders jedoch im 18., 19. und 20. Jahrhundert wandten sich zahlreiche Philosophen dem Agnostizismus zu (so Kant, Hume, Kierkegaard und Russels).

Agnostizismus im historischen und modernen Christentum

Agnostizismus findet sich sowohl bei Atheisten, wie auch im Christentum. Der Agnostizismus im Christentum wird auch als agnostischer Theismus bezeichnet. Agnostiker im Christentum glauben fest an Gott, obwohl sie kein konkretes Wissen über ihn haben und möglicherweise auch niemals erlangen können. So ziehen die Agnostiker im Christentum oft die zahlreichen mittelalterlichen Gottesbeweise in Zweifel und stellen die überlieferten Wunder in Frage. Viele Agnostiker im Christentum suchen mit wissenschaftlichen Methoden nach Gott. Agnostiker nutzen zum Studium Gottes auch Artefakte und ähnliches, wie man sie zum Beispiel auf kirchenbedarf-friedrich.de findet.

Der Pantheismus

Der Agnostizismus im Christentum erreicht mitunter auch die Stufe des sogenannten Pantheismus. Der Pantheismus ist dabei eine Form von Christentum, die das gesamte Universum als göttlichen Ursprungs anerkennt, ohne jedoch dabei die schöpferische Gottheit näher zu beschreiben oder zu klassifizieren. Hier reihen sich auch die Überlegungen zahlreicher mittelalterlicher Theologen und Philosophen ein, nach deren Lehre das Geschöpf den Schöpfer jeweils weder erkennen, noch begreifen kann.

Die Theorie des Erstbewegers

Als eine weitere Form des sogenannten christlichen Agnostizismus kann die sogenannte “Erstbewegertheorie” angesehen werden. Nach dieser hat ein Gott, der nicht näher beschreibbar ist, das Universum und alles, was sich darin befindet, geschaffen. Nach dem einmal vollzogenen Akt der Schöpfung zieht sich dieser anonyme und nicht zu erfassende Gott jedoch aus seiner Schöpfung vollständig zurück und überlässt diese und damit auch ihre weitere Entwicklung und Ausgestaltung grundsätzlich sich selbst, ohne je noch aktiv handelnd einzugreifen. Damit ist Gott lediglich der Initiator der Schöpfung und kann nicht erkannt werden, da er sich nach dem Akt der Schöpfung aus dem Universum zurück zieht.

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