Thomas Henry Huxley

Der britische Biologe und Forscher Thomas Henry Huxley gilt als einflussreicher Unterstützer der Evolutionstheorie von Charles Darwin, was ihm auch den Spitznamen „Darwin’s Bulldog“ einbrachte.

Seine Familie

Thomas Henry Huxley wurde am 4. Mai 1825 in einem Londoner Vorort als siebtes Kind geboren und verstarb am 29. Juni 1895 an den Folgen eines Herzinfarktes. Er besuchte nur zwei Jahre lang die Ealing School, an der sein Vater Mathematik unterrichtete. Mit seiner Ehefrau Anne, die er in Sydney kennengelernt hatte, war er seit 1855 verheiratet. Sie hatten fünf Töchter und drei Söhne.
Drei seiner Enkel wurden ebenfalls bekannte Persönlichkeiten:

  • Sir Julian Huxley: Evolutionsbiologe, Humanist und UNESCO-Generalsekretär
  • Aldous Huxley: Schriftsteller
  • Sir Andrew Fielding Huxley: Humanmediziner, gewann 1963 den Nobel-Preis in Physiologie oder Medizin, war ebenfalls Präsident der Royal Society

Schulischer und beruflicher Werdegang

Trotz der geringen Schulbildung interessierte sich der Autodidakt Huxley für Wissenschaften, Geschichte und Philosophie und lernte Deutsch. Mit 15 Jahren begann er eine medizinische Ausbildung, erhielt ein Stipendium am Charing Cross Hospital und schloss 1845 sein Studium mit einem akademischen Grad ab. Von 1846 bis 1850 fuhr er als Assistenzarzt auf der HMS Rattlesnake, um die Meere rund um Australien und Neuguinea zu vermessen. Während dieser Zeit erforschte er wirbellose Meerestiere wie Nessel- und Manteltiere, Kopffüßer und Weichtiere. Nach seiner Rückkehr fanden seine Forschungsergebnisse großen Anklang und er wurde 1854 als Dozent an die School of Mines in London berufen. Weitere Professuren an anderen Universitäten folgten.

Ehrungen und Auszeichnungen

Thomas Henry Huxley prägte den Begriff des Agnostizismus

Thomas Henry Huxley prägte den Begriff des Agnostizismus

  • 1851: Mitglied der Royal Society
  • 1852: Verleihung der Royal Medal
  • 1858: Frederick Daniel Dyster benennt zu Ehren Huxleys die Gattung Huxleya (Moostierchen)
  • ab 1878: auswärtiges Mitglied der Accademia die Lincei in Rom
  • 1880: Clarke-Medaille der Royal Society of New South Wales
  • 1883-1885: Präsident der Royal Society
  • 1888: Verleihung der Copleymedaille
  • 1890: Linné-Medaille der Linnean Society
  • 1894: Verleihung der Darwin-Medaille
  • 1973: Mondkrater wird nach Huxley benannt
  • Mitglied des X-Club
  • „Huxley-Linie“ wird benannt, die die Trennlinie zwischen der asiatischen und der philippinischen Flora und Fauna bezeichnet

Mit seinen zahlreichen Forschungen und Veröffentlichungen (Vorträge, Lehrbücher, Essays) beeinflusste Huxley maßgeblich die Entwicklung der Naturwissenschaften des 19. Jahrhunderts und prägte den Begriff „Agnostizismus“, einer philosophischen Anschauung, die sich mit theologischen Ansichten beschäftigt.

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