Inwieweit lässt sich der Agnostizismus mit Astrologie vereinbaren?

Auch im Agnostizismus beschäftigt man sich mit Esoterik ( Bildquelle: © markus dehlzeit - Fotolia.com )


Lässt sich, und wenn ja, wie, der Agnostizismus mit Esoterik und Astrologie vereinbaren?

Nach einer Definition ist ein Agnostiker jemand, der sich eines Standpunktes über das Wirken Gottes in der Welt oder generell dessen Existenz enthält. Er bestreitet weder, dass es einen Gott gibt, noch nimmt er die Existenz Gottes für sich als erwiesen an (Glauben).
Mit einer Betätigung auf dem Gebiet der Esoterik im Alltag und eines ihrer Gebiete, der Astrologie, ist das vollkommen kompatibel. Es sind zwei Varianten vorstellbar:

Der Agnostiker glaubt an Astrologie

Der Agnostiker, der in der Astrologie, oder Esoterik im Allgemeinen, für sich unumstößliche Wahrheiten erblickt, wird sich mit der Frage auseinandersetzen müssen, wie er mit dem Mangel objektiver Beweisbarkeit in der Esoterik und speziell astrologischer Sätze umgehen will, denn Esoterik im Alltag ist durchaus etwas, was einem oft begegnen wird – angefangen beim Horoskop in der Tageszeitung.

Eine Möglichkeit ist es, den Anspruch an Beweisbarkeit generell aufzugeben und die Tatsache zu akzeptieren, dass es unbeweisbare Dinge gibt, die vielleicht aber doch einen gewissen Wahrheitsgehalt haben mögen.

Eine andere Möglichkeit ist es, den Anspruch an Beweisbarkeit hinsichtlich der Esoterik aufzugeben, etwa, weil es sich hier gar nicht um eine Kategorie von Lehren handelt, die der Beweisbarkeit unterfallen könnten und die mit wissenschaftlichen Grundsätzen nicht zu messen sind. Die Astrologie ist keine Wissenschaft.

Gegen die Astrologiekritik

Daher könnte es von diesem Standpunkt aus absurd erscheinen, dass Astrologiegegner so gerne den Mangel an Beweisen ins Feld führen, um gegen die Astrologie zu argumentieren – so als würden sie den Sinn eines Romans und dessen Wirkung auf den Leser bestreiten, weil die Romanfiguren nicht wirklich existieren.

Der Agnostiker könnte Denjenigen Naivität vorwerfen, die voraussetzen, dass die Astrologie auf dem Kausalitätsprinzip und nicht viel eher auf dem Synchronizitätsprinzip basiert.

Der Agnostiker enthält sich des Glaubens an die Astrologie

Hierbei nimmt der Agnostiker auch der Astrologie gegenüber einen agnostischen Standpunkt ein. Er beschäftigt sich gewissermaßen spielerisch, aber durchaus nicht oberflächlich mit astrologischen Prinzipien und lässt sich überraschen, ob gewisse Prognosen oder “Diagnosen” eintreffen.

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