Gottesbeweise

In der Neuzeit drückt der Begriff Gottesbeweis den Versuch aus, durch Vernunft die Existenz eines Gottes zu beweisen. Schon in der griechischen Philosophie finden sich Versuche von Gottesbeweisen. Die neuzeitlichen Einschätzungen der Gottesbeweise gehen hauptsächlich auf Immanuel Kant zurück.

Im Mittelalter waren die Gottesbeweise eindeutig und wurden nicht in Frage gestellt

Im Mittelalter waren die Gottesbeweise eindeutig und wurden nicht in Frage gestellt

Dabei werden laut Kant mögliche Erkenntnisse auf den sinnlich wahrnehmbaren Bereich zurückgeführt. Allerdings sind nach dieser Auffassung klassische Gottesbeweise nicht ganz schlüssig. Besonders betroffen sind davon die mittelalterlichen Gottesbeweise. Religionskritiker wie Ludwig Feuerbach versuchten später die Gottesexistenz als eine Fiktion darzustellen und somit zu beweisen, dass es keinen Gott gibt. Im Leben der Gläubigen spielten Gottesbeweise schon immer eine große Rolle. An Götter oder an einen Gott glaubten die Menschen zu jeder Zeit. Seine Existenz wurde nie in Frage gestellt. Auch in verschiedenen Staatsreligionen war der Glaube an Gott festgeschrieben. Wer Gott in Frage stellte musste mit erheblichen Sanktionen rechnen.

Gibt es Gottesbeweise

Früher stand zweifelsfrei fest das es einen Gott gab. Heute jedoch ist es eher eine private Glaubensfrage. Viele Menschen glauben heute nur an das, was wissenschaftlich bewiesen ist. Alles andere ist eine Geschmacksfrage. Jeder entscheidet selbst woran er glaubt. In der realen Welt gibt es keinen zwingenden Gottesbeweis, wie zum Beispiel in der Mathematik. Ein physikalischer Beweis ist dafür aber möglich. Wen man sich etwas ausschließlich durch eine göttliche Existenz erklären kann hat man einen physikalischen Gottesbeweis.

Gottesbeweise im Bezug auf den Agnostizismus

Agnostiker verneinen, anders als die Atheisten, nicht die Existenz Gottes. Ihnen ist eine göttliche Existenz nur unbekannt. Es wir daher angenommen, dass Beweise von der Gottesexistenz entweder ungeklärt oder nicht zu klären sind. Im Agnostizismus wird somit das Dasein von höheren Wesen nicht bestritten. Auf die Frage ob es einen Gott gibt, antworten Agnostiker folglich nicht mit ja oder nein, sondern mit: Ich weiß es nicht. Da es auch keine wissenschaftlich begründeten Gottesbeweise gibt, wird der Agnostizismus auch keine Antwort auf die Frage nach der göttlichen Existenz bekommen. Und somit bleibt die Existenz Gottes für Agnostiker ungeklärt. Es bleibt eine ganz persönliche Glaubensfrage, zu der jeder Mensch eine eigene persönliche Meinung hat.

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